JEET KUNE DO – UNSER FUNDAMENT

Jeet Kune Do (abgekürzt: JKD) bedeutet übersetzt Way of the intercepting fist oder „Weg der abfangenden Faust“.

Was ist Jeet Kune Do? Ist es lediglich eine Bezeichnung? Ein Kampfstil? Ist es Mixed Martial Arts? Die wahre Natur des Kampfes? Oder ist es vielleicht sogar das, was Bruce Lee in den Kampfszenen seiner Filme gemacht hat?

JKD wurde über einen längeren Zeitraum von Bruce Lee entwickelt bzw. entstand es 1967 aus einem Prozess, den Bruce Lee durchlaufen hatte und ist somit erst mal nur eine Bezeichnung der Summe seiner Erfahrungen und der daraus entstandenen Sichtweisen. Der Begriff, Jeet Kune Do, der für etwas nicht Greifbares steht, sollte also nicht überinterpretiert werden. Es ist schwer das wahre Wesen des Jeet Kune Do verständlich in Worte zu fassen. Wann immer man versucht etwas zu beschreiben, um es für den menschlichen Verstand begreiflich zu machen, presst man es in eine Form oder limitiert es mit seinen Aussagen.

Aus kämpferischer Sicht macht sich Jeet Kune Do das Wissen aller Kampfstile zu Nutze und bedient sich deren funktionierender Techniken, ohne sich einem bestimmten Stil oder dessen Reglementierungen zu unterwerfen. JKD besitzt alles und wird von nichts besessen. Deswegen nennt man es auch oft den stillosen Stil oder die formlose Form (nur zwei Benennungen und nicht das wahre Wesen). Hier merkt man einen deutlichen Einfluss des Daoismus und des Wu Wei (Handeln durch nicht Handeln), welche unter anderem besagen, dass man den Dingen ihren Lauf lassen soll und sie so nehmen soll, wie sie sind, ohne sie zu „zerdenken“ oder in eine bestimmte Schublade zu stecken. Auch findet man starke Einflüsse aus dem Zen Buddhismus und den Lehren des Jiddu Krishnamurti (indischer Philosoph & Theosoph, 12.05.1895 – 17.02.1986).

Es gibt ein sehr bekanntes Zitat von Bruce Lee: “Empty your mind! Be formless, shapeless, like water. If you put water into a cup, it becomes the cup. You put water into a bottle, it becomes the bottle. You put it into a teapot, it becomes the teapot. Now, water can flow or it can crash: Be water, my friend!“

Damit ist sehr grob gesagt, dass man anpassungsfähig sein soll ohne eine bestimmte Voreingenommenheit zu haben. Beispielsweise das Wasser passt sich jeder Situation und Form an ohne eine bestimmte Form zu haben. Wasser kann als hart, aber auch als weich empfunden werden, ist aber weder das Eine noch das Andere.

Übertragen auf einen Kämpfer ist nicht jener der Beste, der einen bestimmten Stil beherrscht, sondern jener, der sich am besten einer bestimmten Kampfsituation anpassen kann. Somit sollte sich der Kämpfer nicht dem Stil anpassen, geschweige denn unterordnen, sondern der „Stil“ sollte sich dem Kämpfer anpassen.

Das sind einige Punkte weshalb es wichtig ist, JKD nicht bloß als Kampfstil anzusehen, sondern eher als eine Philosophie mit bestimmten Prinzipien. Leider ist es so, dass einige JKD zu einem Kampfstil degradiert haben und es noch heute genauso unterrichten wie es Bruce Lee zeitweise vermittelt hat. Wichtig zu wissen ist auch, dass Bruce Lee nur wenige Schüler unterrichtet hat und mit diesen auch sehr individuell arbeitete. So hatte jeder seiner Schüler in etwa einen auf sich zugeschnittenen Trainingsplan, der aus kämpferischer Sicht Effizienz, Effektivität und Funktionalität beinhalten musste. Das war auch der Hauptgrund dafür, dass Bruce Lee keinen Wert auf traditionell ausgeführte Bewegungen aus den damals bekannten, klassischen Stilen legte. Ihm war einzig und allein wichtig, dass die Technik unter Berücksichtigung bestimmter Prinzipien/Richtlinien bei dem jeweiligen Individuum funktionierte.

Eines seiner Zitate und gleichzeitig eines der Wesensmerkmale des Jeet Kune Do war und ist: Research your own experience. Absorb what is useful, reject what is useless and add what is essentially your own.”

Es spiegelt deutlich wieder, dass Bruce Lee nie daran interessiert war Jeet Kune Do als System oder Kampfstil zu vermitteln. JKD ist nicht statisch oder begrenzt. Es ist dynamisch, im stetigen Fluss und wie das Leben, dem ständigen Wandel ausgesetzt. JKD ist eine Reise ohne feste Route. Ob man es versteht oder nicht, ändert nichts an dem was ist.

Also fragen wir uns einfach ob es Sinn macht, JKD zu einem Kampfstil zu machen und noch heute das zu unterrichten was Bruce Lee vor über 40 Jahren gezeigt hat, ohne Berücksichtigung der heutigen Gegebenheiten, der Evolution anderer Stile und der Persönlichkeit des Individuums? Wäre es in seinem Interesse? Mach Dir Deine eigenen Gedanken! Das ist der Anfang und das Wesen des JEET KUNE DO…

Was darfst Du vom Jeet Kune Do im Martial Instinct Center erwarten?

Wir sind der Meinung, dass Jeet Kune Do nicht wie ein System ohne weiteres weitergegeben werden kann und sollte, sondern erfahren und gelebt werden muss. Alles was 1 zu 1 weitergegeben wird ist immer die Wahrheit des Vermittlers, niemals die, des Empfängers. Jeet Kune Do ist aber IMMER die Wahrheit des Individuums selbst. Deswegen ist es unabdingbar, dass der Prozess JKD durchlebt wird.

Man kann zwar einige Grundlagen und Richtlinien des JKD vermitteln, langfristig aber wird jeder Schüler seine eigenen Erfahrungen und somit auch seine eigene Wahrheit in Bezug zum JKD finden müssen. Das ist beispielsweise das, was wir in der Kampfkunst unter Selbsterkenntnis verstehen. Wir helfen unseren Schülern das wahre Wesen des JKD zu verstehen, sich selbst besser kennen und verstehen zu lernen und unterstützen sie tatkräftig auf Ihrer persönlichen Reise. Auf lange Sicht ist es uns sehr wichtig unseren Schülern selbstständiges Denken und Handeln zu vermitteln, aber auch Dinge zu hinterfragen und zu überprüfen, um nicht alles einfach blind anzunehmen ohne den tieferen Sinn der Sache zu verstehen. Wir empfehlen unseren Schülern auch, sich mit verschiedenen Kampfstilen zu beschäftigen, deren Stärken und Schwächen kennenzulernen, um daraus größtmöglichen Nutzen zu ziehen. Das ist für uns die Freiheit und Individualität des Jeet Kune Do!!! Dazu passt ein weiterer Leitsatz des JKD, der besagt: „using no way as way – having no limitation as limitation.“

Um an diesen Punkt zu gelangen, bedarf es nichts mehr als bloßes Verständnis.

Das Team – Martial Instinct ist sehr darum bemüht, Dir auf dem Weg zur Selbsterkenntnis, eine sehr stabile Basis bestehend aus einer theoretischen, sowie praktischen Ausbildung mitzugeben, die auf der Grundlage des Jun Fan Gung Fu basiert. Jun Fan Gung Fu ist nach dem Entwickler benannt, den man eher unter dem Namen Bruce Lee kennt. Die Jun Fan Methode ist auf größte Effizienz ausgelegt um in einer Konflikt- oder Kampfsituation in der Lage zu sein intuitiv, sowie instinktiv auf effektivste Weise zu handeln. Die Hauptelemente des Jun Fan kommen aus dem Kickboxen, Boxen, Wing Tsun, Ringen, Judo und Fechten. Es finden sich aber auch Einflüsse aus diversen anderen Stilen (Escrima, Silat, Krav Maga) wieder, wo das Hauptaugenmerk unter anderem auf dem bewaffnetem Kampf lag.

Wir sind der Überzeugung, dass man die Basis des Jun Fan Gung Fu als kämpferische Grundausbildung braucht, um Jeet Kune Do in seinem ganzen Sein verstehen zu können. Wichtig dabei ist nicht zu vergessen, dass Evolution in der Natur liegt und alles gezeigte optimal an die heutigen Gegebenheiten angepasst ist.

Für einen verständlicheren Eindruck,
nachfolgend ein kleiner Überblick der gezeigten Inhalte unseres JKD Unterrichtskonzepts in Bezug zum Thema „Kampf“:

JKD – Street Defense

Kompromisslos, ohne Bedingungen oder Umwege, direkt zum Ziel! Das beschreibt grob die Philosophie des JKD – Street Defense Konzepts im MARTIAL INSTINCT CENTER.
Selbstverteidigung, Selbstschutz gepaart mit dem Ausdruck „Survival of the Fittest“ (Herbert Spencer über die Darwin’sche Evolutionstheorie, 1864) konkretisiert das Ganze noch weiter. Du wirst lernen, Dich und Deine Fähigkeiten so anzupassen, dass Du in so gut wie jeder Konflikt- oder Gefahrensituation bereit bist um erforderliche Mittel instinktiv (daher auch: Martial Instinct) anzuwenden.

Du trainierst demnach instinktorientierte Verteidigungs-/Angriffs- und Behauptungstechniken, die in Ihrer Ausführung einfach und präzise anzuwenden sind und vor allem dem Zeitgeist, also den heutigen Gegebenheiten entsprechen.

Dein Nutzen:

  • Du erlernst simple, effektive Techniken zum kompromisslosen Selbstschutz
  • Steigerung Deiner körperlichen Fitness
  • Realistische, körperbetonte und anwendungsbezogene Szenarien mit viel Individualcoaching
  • Du installierst mit unserem Support ein körpereigenes Frühwarnsystem
  • Deine Trainingspartner werden Dich pushen und motivieren
  • Du optimierst Deine intuitive Wahrnehmung und instinktive Handlungen in Gefahren-, sowie in Alltagssituationen
  • Verbesserung Deiner Reaktionen (Speed & Timing)
  • Du bekommst Einblicke in rechtliche Grundlagen, insbesondere die Notwehr Paragraphen
  • Zugang zu einem breiten Partnernetzwerk: Physiotherapie, Osteopathie, Ausrüstung uvm.

Dein Team – MARTIAL INSTINCT:

  • Jahrelange und zertifizierte Ausbilderlaufbahn in: Kampfsport, Kampfkunst, Selbstverteidigung, Security, Bewegungslehre, Fitness uvm.
  • KnowHow über physische und psychische Eigenschaften und Vorgänge des menschlichen Organismus (Biomechanik; Psychologie; Physiologie)
  • Zertifizierte Ausbildung, sowie jahrelange, praktische Erfahrungen im Bereich: Security, Sicherheitskontrollen, Personenschutz
  • Weiterbildung von Sicherheitspersonal im praktischen Bereich
  • Ausbildungslehrgänge zum Instructor
  • Praktiker, deren KnowHow nicht nur aufgrund theoretischer Grundlagen wächst
  • Stets motiviertes Trainerteam mit viel Humor, aber auch seriös handelnd, nach dem Gesetz der Anziehung
  • Im MARTIAL INSTINCT CENTER wird in einer Atmosphäre trainiert, die geprägt ist von gegenseitigem Respekt und dem Grundsatz, dass der Trainingspartner, ein Partner ist und kein Gegner.

Um Verletzungen vorzubeugen, wird bei uns mit einem Mindestmaß an Schutz trainiert, ohne dabei der Essenz des JKD – Street Defense Konzepts zu schaden.

1. Bewegungsanpassung/Bewegungsoptimierung
1.1. Verbesserung von Koordination und Kondition
1.2. Muskel- und Kraftaufbau

2. Theoretisches Verständnis, erlernen von Grundhaltungen und Basistechniken
2.1. Waffen-, Tritt-, Schlag-, Hebel-, Wurf-, Boden-, sowie Konter- und Anti-Bodentechniken
2.2. Verständnis der verschiedenen Distanzen
2.3. Erlernen von Prinzipien und Richtlinien

3. Dynamik
3.1. Dynamisches Ausführen der einzelnen Basistechniken, bis hin zu
verschiedenen Kombinationen
3.2. ​Ausführen diverser Übungen bis hin zur Anwendung mit dem Partner

4. Strategie & Taktik
4.1. Gegner-Analyse, verschiedene Stellungen und Distanzen zum
Gegner, taktische Positionierung(zielen aus der Distanz), Winkel-/Flankenangriffe
4.2. ​Hilfsmittel im Kampf
4.3.​ Wahrnehmung der Umgebung, Umgang mit plötzlich wechselnden Lichtverhältnissen

5. Szenarien-Training
5.1. Szenarien gegen verschiedene Gegner
5.2. Szenarien gegen mehrere Gegner
5.3. Szenarien an verschiedenen, realistischen Orten
5.4. Verhalten bei Konfliktsituationen befreundeter, sowie fremder Personen.
5.5. Schützen einer weiteren Personen vor akuten Angriffen

6. Angstmanagement
6.1. Verständnis über die psychischen und physischen Abläufe bei Angst
6.2. Umgang mit der Angst

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